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Tausendermarke geknackt

Kirchhellen, 23.12.2011

WAZ-Presseartikel von Sonja Dudenbostel vom 23.12.2011

Stress, kaum Freizeit und dann noch Probleme mit der Bandscheibe: Dennoch fällt die Jahresbilanz von Beatrix Keizers positiv aus. Denn als Leiterin des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in Kirchhellen freut sie sich über die vielen Spender, die sich 2011 freiwil-lig Blut abzapfen ließen.

„Wir haben die Tausendermarke geknackt“, berichtet Keizers. Insgesamt 1046 Blutspender zählte der Ortsverein Kirchhellen im aktuellen Jahr, knapp 70 mehr als im Jahr zuvor. Für die Blutspendenbe-auftragte ist das ein „tolles Ergebnis“, zumal auch 73 Erst-spender dabei waren.

Insbesondere die Ehec-Epedemie habe das Thema Blutspende ins öffentliche Bewusstsein gerückt: „Viele Leute waren im Frühjahr und Sommer bei uns, nachdem wir gezielte Aufrufe gestartet hatten.“ Einige seien wiedergekommen, andere nicht. „Wenn die Berichterstattung abnimmt, verschwindet oft auch die Hilfsbereitschaft“, bedauert sie. Doch in den letzten Wochen hatten die ehrenamtlichen DRK-Mitarbeiter wieder alle Hände voll zu tun. Für Keizers, die sich seit 26 Jahren beim DRK engagiert, ist der erneute Aufschwung bei den Blutspenden keine Überra-schung: „Vor Weihnachten meldet sich das Gewissen“, weiß sie. „Einige wollen noch schnell die gute Tat fürs Jahr erledigen.“

Gewissen meldet sich

Auch wenn sich die Rotkreuzler zum Jahreswechsel auf ruhigere Tage freuen können – die Planungen für 2012 laufen bereits auf Hochtouren. Auf ein Ereignis freue sie sich besonders, verrät Keizers: „Am 27. April findet ein Marathon statt, in dem wir gemeinsam mit dem Kreisverband Bottrop gegen Gladbeck und Gelsenkirchen um die meisten Spender kämpfen.“ Ansonsten werde es im nächsten Jahr im DRK-Zentrum am Wienkamp etwas ruhiger zugehen als zuletzt. „Die vielen Umzüge wie Feuerwehrfest, Schützen- und Brezelfest haben uns in diesem Jahr einiges abverlangt“, sagt die 46-Jährige.

 

41 Aktive in Kirchhellen

Auf knapp 3500 Stunden summierte sich die Arbeit der Ehrenamtlichen. „Zum Brezelfest haben wir alle Urlaub genommen“, erzählt sie. 2012 wolle man sich verstärkt auf die Aus - und Fortbildung im Bereich Betreuung und Sanitätswesen konzentrieren. „Damit können wir die Einsatzeinheit, mit der wir in Kirchhellen die Feuerwehr bei Großschadenslagen unterstützen, besser bestücken“, hofft Keizers.

Für sich selbst hat die Tischlerin für 2012 vor allem einen Wunsch: „Gesundheit.“ Ihre Bandscheibe habe sie nämlich in letzter Zeit „ganz schön geärgert“, bekennt Keizers. „Etwas mehr Entlastung wäre da bestimmt hilfreich.“

Insgesamt 41 Aktive zählt der Kirchhellener Ortsverband derzeit. „Für unsere Aufgaben brauchen wir jede nur mögliche Unterstützung“, betont die Rotkreuzleiterin. Egal ob bei den Blutspenden oder im Sanitätsdienst: Mitmachen könne jeder, auch ohne Vorkenntnisse: „Alles, was nötig ist, lernt man schnell in den entsprechenden Schulungen.“

Text: Sonja Dudenbostel

Foto: WAZ - Franz Naskrent

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